Zum zwanzigjährigen Jubiläum reiste das Marathon-Team Ketsch nach Athen und betrat wie im Jahr nach der Vereinsgründung 2005 sportliches Neuland. Bei der "Mutter aller Marathonläufe" bot sich die einmalige Gelegenheit, den legendären Lauf des Boten Pheidippides im Jahr 490 vor Christus nachzulaufen. Die damalige Distanz wurde 1921 auf die offizielle Länge mit 42.195 Meter wie bei der Olympiade in London 1908 festgelegt. Die 2025-er Teilnehmer wurden in umgekehrter Richtung zunächst von Athen nach Marathon in Bussen gefahren, womit sie sich schon mit Strecke und Umgebung beschäftigen konnten, wobei sich die meisten zu dieser sehr frühen Morgenstunde um 6 Uhr noch im Dämmerzustand befanden.
Die Streckenbeschaffenheit und die 500 Meter Höhenunterschied ließen keinen Vergleich mit Marathonläufen in Deutschland zu. Damit stand kein Sportler unter Druck, Jede und Jeder konnte die Distanz auf ihre bzw. seine Weise gestalten. So kam es, dass Stephan Hauck mit 4:06:54 Stunden schnellster Aktiver war. Ihm folgte Christian Keller, der mit 4:41:14 wie auch der vor, während und nach dem Lauf gut aufgelegte Martin Karrer in 4:49:48 Stunden die fünf Stunden Grenze unterbieten konnten. Fertig waren sie genauso wie die Folgeplatzierten. Michael Stuhldreier-Christ sah auf den Bildern aus, als hätte er nach Sydney einen lockeren Spaziergang unternommen, seine Zeit betrug 5:15:51 Stunden. Rudolf Pongs war 5:20:34 Stunden unterwegs, Dauertrainierer und Multi-Volksläufer Bernd Völker kümmerte sich zunächst um seine Schwester Doris Zimmermann, die sich schon eine Woche akklimatisiert hatte. 5:32:40 Stunden waren der Lohn für beide, Doris landete ob er zahlreichen Verletzungs- und
Krankheitsunterbrechungen bei 6:16:51 Stunden. Tobias Wunderlin war mit 5:41:19 Stunden mehr als zufrieden, erst recht Andrea Deutsch, die nach 5:47:00 Stunden im Panathinaiko-Olympiastadion die Ziellinie überquerte. Gabi und Alfred Kief wirkten gezeichnet, ein Jahr mit Höhen und gesundheitlichen Tiefen verhinderte nicht, dass sie gemeinsam die Strapazen meisterten und mit 5:50:07 Stunden bzw. 5:50:05 Stunden finishten, einer hatte wohl den besseren Start für sich gehabt. Paul Körperich präsentierte auf der Strecke immer mal ein strahlendes Lächeln, wirkte sehr entspannt und schien nach 6:15:14 Stunden noch nicht am Ende seiner Kräfte zu sein.
Unserer Marathonis. Von links: Rudolf Pongs, Andrea Deutsch, Tobias Wunderlin, Paul Körperich, Christian Keller, Alfred und Gabi Kief, Martin Karrer, Siglinde Buse, Michael Stuhldreier-Christ, Stephan Hauck und Bernd Völker.
Hut ab vor Siglinde Buse. Sie hatte sich mit unzähligen Trainingsläufen und einem wahnsinnigen Ehrgeiz ein gutes Jahr im nahen Forst, bei Bergläufen in Heidelberg und im Exotenwald von Weinheim akribisch vorbereitet, Jahrgang 1949 sei noch erwähnt. 8:30 Stunden war die maximale Zeit bis zum Zielschluss, es bestand für sie nie die Gefahr, dass sie mit ihr in Konflikt geraten könnte. Sie war nach 6:25:49 Stunden glücklich und zufrieden im Ziel und hatte eine eindrucksvolle Leistung abgeliefert, Chapeau!!!!!!!!!!!!
Bereits am Tag nach der Ankunft standen gegen Abend die 5 km LaeuferInnen auf der Amalias Avenue am Syntagmaplatz in vielen Startblocks, die sich nacheinander auf den Weg ins historische Olympiastadion machten.
Aus Ketsch waren sechs Reisende dabei und hatten keine Mühe, die Distanz zu bewältigen.
Petra Hartbauer, Juliane Karrer und Claudia Vreden liefen gemeinsam und locker in 46:01 Minuten über die Ziellinie.
Bei den Herren finishte Georg Kahl nach 41:06 Minuten, ihm folgte Jürgen Hartbauer mit 46:57 Minuten und kurz danach war auch Michael Vreden in 51:09 Minuten im Panathinaiko-Stadion angekommen und erhielt seine Teilnehmermedaille umgehängt.
Das zehn km Road-Race fand zusammen mit dem Marathon statt, der Start erfolgte wie den Fünfern auf der Amalias Avenue und das Finish ebenso im historischen Olympiastadion von Athen.
Sandra Berardo war die Schnellste des MTK mit 56:18 Minuten, Angela Carstensen lag mit 58:25 Minuten unter der Grenze von einer Stunde.
Auch die Nummer vier an diesem Tag, Klaudia Kahl, ließ ihre persönliche Bestzeit in 64:52 Minuten folgen. Hinter ihr folgte mit 74:44 Minuten Michael Vornetran, der erste MTK-Mann, Axel Göckler lief 79:12 Minuten vor Rolf-Jürgen Frey, er war nach 82 Minuten und 14 Sekunden im Ziel, zwei Sekunden vor Elisabeth Breunlich, irgendwie hatte sie diese Winzigkeit am Start verloren.
Martina Teske, die die Idee mit den flauschigen Eulen hatte, herzlichen Dank hierfür, war nach 1:46:27 Stunden walkend im Ziel, Klaus Perrey benötigte 2:03 Minuten mehr in derselben Stilart und Hobbywalkerin Ulrike Henriette Müller schloss sich final mit 1:29:09 Stunden an.
Georg Kahl











