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40. Monschau Marathon

Zwei der älteren Herrschaften der männlichen Gilde des Marathon-Teams Ketsch machten sich auf, die Eifel zu rocken.
Die Beiden, der eine fast 61 Jahre jung (noch 10 Tage), der andere fast 77-jährige (noch 11 Tage), hatten sich dazu nicht ohne Grund das reizende, um 1198 zum ersten Mal erwähnte und inzwischen zum Luftkurort ernannte Städtchen Monschau in der Eifel, mit seinen charakteristischen Fachwerkhäusern, die mit viel Schiefer verkleideten und gedeckten Dächern, und seinen leider „hundsgemeinen“ engen Gassen, ausgesucht.
Es sind die familiären Verbindungen von Siglinde Buse und Rolf-Jürgen Frey dorthin. Ihre liebenswerte Tante Helene ist dort beheimatet. Zum anderen fand das Jubiläumswochenende zum 40. Monschau Marathon mit einem großen Open-Air-Konzert der bekannten Queen-Coverband „The Queen Kings“ -“ we will rock you“-oder „we are the champions“, statt.
Gut gelaunt und mit einer Menge Gepäck starteten schon am Dienstag Siglinde Buse, Rolf-Jürgen Frey, Andrea Berger, Manfred Haubenthal sowie oben erwähnte Tante, die auf der Durchfahrt von Spanien noch bei Siglinde Station machte, mit 2 Fahrzeugen (und das sollte sich später noch als hervorragende Idee herausstellen), nach Monschau.

Siglinde blieb bei der Tante, bevölkerte dort das Sofa mit verletztem Bein hochlagernd, aber unter regelmäßigen Gehübungen mit "Vorfußentlastungsschuh". Die anderen 3 hatten eine Ferienwohnung. Eng, schmal und im 2. OG, aber gut eingerichtet. Die Garage war "geil". In engen Straßen im Haus eine Garage benutzen zu können, ist klasse. Nur muss das Auto klein (meins) sein, und ein erfahrener "Einweiser" musste stets die noch vorhandenen "mm" Lücken beim Einparken rechtzeitig erkennen und weitergeben. Ging aber immer gut!
Wer in Monschau 3-4 Tage zur Verfügung hat, kann kulturell einiges unternehmen: Naturpark u. Nationalpark Eifel, aber auch die Senfmühle und die Glasbläserei in Monschau. Abends hörte man aus dem Klassikprogramm Arien bis ins Tal, ebenso wie Barkley James Harvest Konzert-Teile.Aber es waren ja Läufer-innen unterwegs. So wurden 2 kleine Läufchen als Auflockerung - 10 km und 8 km - eingelegt. Nach Besuchen in diversen Lokalitäten, eine feine Eisdiele, Restaurants mit den belgischen Eifler Pommes sowie einem Besuch in Belgien (feinste Pralinen!!), war am Samstag der erste Einsatz für unsere Andrea angesagt.

 

Den "Eifel - Panorama-Walk" von 12,3 km Länge walkte sie in der hervorragenden Zeit von 2.00.46 Std. Hatte auch von einer unangenehmen Begegnung zu berichten, dazu folgendes. Siglinde mit ihren Krücken war bei Andrea und bei den Marathon-Strecken unterwegs, um die Sportler mit der "Kuhglocke" der besonderen Art anzufeuern. (Die Originalglocke wurde zu Hause vergessen!!-grins-). Nämlich mit einer Türglocke, bestehend aus 6 einzelnen Messingstäben, die bei Bewegung gegeneinander schlugen und ganz schön weit zu hören waren. An den Krückstock oben befestigt konnte sie bequem im Sitzen "rühren"!! Und zu so einer "RÜHRSTELLE" kam Andrea bei ihrem Walk und eilte auf Siglinde zu, umarmte sie kurz und eilte wieder zu ihrer Walkinggruppe zurück. Leider hatte ein Mitwalker nichts anderes zu tun als zu mosern, es würde "gewalkt" und nicht "gejoggt". Wir ersparen uns des Kommentars dazu!! Andrea hat das Ziel dennoch vor diesem Zeitgenossen erreicht!!!! Gratulation!!

 

Am Sonntag, 14.08.2016 um 8.00 Uhr, war es endlich soweit. Lange darauf vorbereitet, vielleicht ohne den einen oder anderen langen Lauf, voller Tatendrang und gut ausgeruht starteten die beiden Marathonies beim 40. Monschau Marathon mit 750 HM. Gestartet wurde in Konzen, ca. 4-5 km von Monschau entfernt. Anfangs ging es gleich bergab, aber vorsichtig, bitte. Wurzeln und Steine auf engen Pfaden erforderten einige Konzentration. Es war ein schöner Lauf. Herrliche Berge, Waldstrecken und ab und zu musste Zeit sein, die einzigartige Landschaft des Naturparks Nordeifel zu genießen.
An drei Stellen, angefangen von Monschau, war unsere Siglinde mit "RÜHRWERK" unterwegs. Andrea war Chauffeure, die Tante war zum Teil auch mit dabei, und an allen 3 Stellen wurden die beiden MTK-Läufer aufgemuntert und mit neuer Motivation versehen. Und nicht nur die beiden, auch viele andere Läufer bedankten sich bei den 3 Fans für ihre Anfeuerung. Einige meinten, sie hätten wohl Zwillingsschwestern, da sie schon einmal an der Strecke gesehen worden seien!!
Nach einigen Mühen, immerhin hatte Rolf-Jürgen dieses Jahr schon den 73 km Rennsteiglauf hinter sich, erreichte er, unter Ausnutzung aller Verpflegungsstellen, u.a. mit einem Löffelchen Honig, strahlend das Ziel in 5.11.05 Std.
Manfred hatte nach anfangs gutem Lauf, ab ca. 28-30 km, erhebliche Wadenkrämpfe, und das, obwohl 2 Salztabletten, Magnesium und viel trinken auf der Strecke das verhindern sollte.
Nach etlichen Walkingstecken, dehnen, und weiter geht`s so, erreichte auch er in 5.01.57 Std. als 2. der AK 75 das Ziel. (Anm. der erste 75er war nach 4.12.32 Std. schon da.!).

 

Manfred Haubenthal


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